Sie suchen einen Heizkessel? So finden Sie den richtigen Warmwasserspeicher
Sie suchen einen Heizkessel für Warmwasser, einen elektrischen Boiler oder einen Warmwasserspeicher und wissen nicht genau, welches Gerät Sie benötigen? Damit sind Sie nicht allein. Begriffe wie Heizkessel, Boiler, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher werden im Alltag häufig durcheinander verwendet, obwohl technisch unterschiedliche Geräte gemeint sein können.
Wenn Sie Wasser für Dusche, Bad, Küche oder Waschbecken elektrisch erwärmen und bevorraten möchten, suchen Sie in den meisten Fällen keinen klassischen Heizkessel, sondern einen elektrischen Warmwasserspeicher.
In diesem Ratgeber erklären wir die Unterschiede und zeigen Ihnen, worauf Sie bei Speichervolumen, Montage, Leistung und Ausstattung achten sollten.
Heizkessel, Boiler oder Warmwasserspeicher – was ist richtig?
Der Begriff Heizkessel wird in Deutschland normalerweise für ein Gerät verwendet, das Wärme für eine Heizungsanlage erzeugt. Das kann beispielsweise ein Gas-, Öl-, Pellet- oder anderer Wärmeerzeuger sein.
Ein Warmwasserspeicher hat dagegen die Aufgabe, Wasser zu erwärmen oder erwärmtes Wasser zu speichern, damit es später an Dusche, Waschbecken oder Küche zur Verfügung steht.
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird dafür häufig auch das Wort Boiler verwendet.
Wenn Sie also ein elektrisches Gerät mit einem Vorratsbehälter für warmes Leitungswasser suchen, ist elektrischer Warmwasserspeicher in der Regel die treffendere Bezeichnung.
Wie funktioniert ein elektrischer Warmwasserspeicher?
Ein elektrischer Warmwasserspeicher besteht vereinfacht aus:
einem isolierten Wassertank,
einem oder mehreren elektrischen Heizelementen,
einem Thermostat,
Sicherheitskomponenten,
Kalt- und Warmwasseranschlüssen.
Das Heizelement erwärmt das Wasser auf die eingestellte Temperatur. Die Dämmung des Behälters reduziert anschließend den Wärmeverlust.
Wird warmes Wasser entnommen, strömt kaltes Leitungswasser in den Speicher nach. Dieses Wasser wird anschließend erneut erwärmt.
Der große Unterschied zu einem elektrischen Durchlauferhitzer besteht darin, dass ein Warmwasserspeicher eine bestimmte Menge Wasser bevorratet, während ein Durchlauferhitzer das Wasser erst während der Entnahme erwärmt.
Welchen Warmwasserspeicher brauche ich?
Eine der wichtigsten Fragen lautet:
Wie viele Liter sollte mein Warmwasserspeicher haben?
Dabei sollte man nicht ausschließlich nach der Anzahl der Personen gehen. Auch die Anwendung und das persönliche Warmwasserverhalten spielen eine große Rolle.
7 bis 15 Liter
Kleine Warmwasserspeicher werden häufig eingesetzt für:
Waschbecken,
Küche,
Teeküche,
Büro,
kleines Einzelzapfstellen-System.
Bei diesen Geräten ist außerdem wichtig, ob der Speicher unter oder über dem Waschbecken installiert werden soll.
30 Liter
Ein 30-Liter-Warmwasserspeicher bietet deutlich mehr Reserve als ein kleiner Küchenspeicher.
Er kann beispielsweise für einen höheren lokalen Warmwasserbedarf interessant sein, wenn 10 oder 15 Liter nicht ausreichen.
Ob 30 Liter zum Duschen ausreichen, hängt stark von Duschdauer, Wasserdurchfluss und Speichertemperatur ab.
50 Liter
Ein 50-Liter-Warmwasserspeicher ist eine beliebte Größe für kompakte Badezimmer und kleinere Warmwasseranwendungen.
Hier finden Sie sowohl klassische runde Speicher als auch flache und horizontale Ausführungen.
80 Liter
Mit 80 Litern steht mehr Warmwasserreserve zur Verfügung.
Diese Größe wird häufig betrachtet, wenn regelmäßig geduscht wird und ein kleiner 50-Liter-Speicher zu knapp bemessen wäre.
100 und 120 Liter
Bei einem höheren Warmwasserbedarf können 100 oder 120 Liter interessant sein.
Gerade wenn mehrere Personen kurz hintereinander duschen, bietet ein größerer Speicher zusätzliche Reserve.
Entscheidend bleibt jedoch der tatsächliche Verbrauch.
Wie viel Warmwasser liefert ein Speicher wirklich?
Ein 80-Liter-Warmwasserspeicher liefert nicht automatisch nur 80 Liter Wasser in angenehmer Duschtemperatur.
Das Wasser wird im Speicher meist deutlich heißer bevorratet als die gewünschte Duschtemperatur. Beim Zapfen wird heißes Speicherwasser mit kaltem Leitungswasser gemischt.
Dadurch kann die nutzbare Menge an Mischwasser größer sein als der nominelle Tankinhalt.
Wie groß dieser Unterschied ist, hängt unter anderem ab von:
eingestellter Speichertemperatur,
Kaltwassertemperatur,
gewünschter Zapftemperatur,
Konstruktion des Speichers.
Vergleichen Sie deshalb bei konkreten Produkten nicht nur das Nennvolumen, sondern auch die angegebenen Warmwasserdaten.
Vertikaler oder horizontaler Warmwasserspeicher?
Neben dem Volumen ist die Montageposition entscheidend.
Vertikale Montage
Ein klassischer vertikaler Warmwasserspeicher eignet sich besonders, wenn ausreichend Wandhöhe vorhanden ist.
Vertikale Modelle machen einen großen Teil des verfügbaren Sortiments aus.
Horizontale Montage
Ein horizontaler Speicher kann sinnvoll sein, wenn:
wenig Wandhöhe vorhanden ist,
über einer Installation Platz vorhanden ist,
eine breite Wand besser genutzt werden kann.
Wichtig: Ein vertikaler Warmwasserspeicher darf nicht einfach horizontal montiert werden.
Das Gerät muss vom Hersteller ausdrücklich für diese Montageposition freigegeben sein.
Universelle Montage
Es gibt außerdem Warmwasserspeicher, die sowohl:
horizontal als auch vertikal
montiert werden können.
Diese Modelle bieten besonders viel Flexibilität, wenn die endgültige Einbausituation noch nicht vollständig feststeht.
Runder oder flacher Warmwasserspeicher?
Traditionelle Warmwasserspeicher besitzen häufig eine runde, zylindrische Form.
Diese Bauweise ist technisch bewährt und in vielen Speichergrößen erhältlich.
Ein flacher Warmwasserspeicher ist dagegen besonders interessant, wenn die verfügbare Raumtiefe begrenzt ist.
Viele flache Modelle verwenden zwei interne Tanks. Dadurch können sie weniger weit in den Raum hineinragen als ein klassischer runder Speicher mit vergleichbarer Kapazitätsklasse.
Das kann beispielsweise in einem Badezimmer, Flur oder schmalen Technikraum entscheidend sein.
Mechanische oder elektronische Bedienung?
Auch bei der Bedienung gibt es große Unterschiede.
Mechanische Warmwasserspeicher
Eine mechanische Regelung ist einfach aufgebaut.
Meist stellen Sie die gewünschte Temperatur direkt über einen Drehregler ein.
Das ist interessant, wenn Sie:
einfache Bedienung wünschen,
keine App benötigen,
keinen Wert auf umfangreiche Programme legen.
Elektronische Warmwasserspeicher
Elektronische Modelle können je nach Ausführung zusätzliche Funktionen bieten, beispielsweise:
digitale Temperaturanzeige,
genauere Temperatureinstellung,
Timer,
verschiedene Betriebsmodi,
SMART-Funktion,
WLAN.
Welche Funktionen tatsächlich vorhanden sind, ist immer modellabhängig.
Was bedeutet SMART bei einem Warmwasserspeicher?
Ein SMART-Warmwasserspeicher kann je nach Gerät das Nutzungsverhalten berücksichtigen und die Warmwasserbereitung besser daran anpassen.
Das Ziel ist, warmes Wasser dann bereitzuhalten, wenn es benötigt wird, ohne den gesamten Speicher unnötig ständig auf hoher Temperatur zu halten.
SMART bedeutet jedoch nicht automatisch WLAN.
Ein Speicher kann eine intelligente Regelung besitzen, ohne über eine Internetverbindung zu verfügen.
Warmwasserspeicher mit WLAN
Bei einem WLAN-Warmwasserspeicher können bestimmte Einstellungen über Smartphone oder App vorgenommen werden.
Je nach Hersteller und Modell sind beispielsweise möglich:
Temperatur ändern,
Speicher ein- und ausschalten,
Heizzeiten programmieren,
Betriebszustand kontrollieren,
bestimmte Energiesparprogramme auswählen.
WLAN kann besonders bei Ferienwohnungen, Zweitwohnungen oder regelmäßig wechselnden Nutzungszeiten praktisch sein.
Wenn Sie diese Funktionen nicht benötigen, kann ein einfacher mechanischer Speicher jedoch vollkommen ausreichend sein.
Nasses oder trockenes Heizelement?
Auch die Konstruktion des Heizelements unterscheidet sich.
Klassisches Heizelement
Bei einem herkömmlichen Heizelement steht das Heizelement direkt mit dem Wasser in Kontakt.
Diese Technik ist weit verbreitet und vergleichsweise einfach aufgebaut.
Dry Heating
Bei einem trockenen Heizelement befindet sich das eigentliche Heizelement in einer Schutzhülse und steht nicht direkt mit dem Speicherwasser in Kontakt.
Diese Technik kann insbesondere bei kalkhaltigem Wasser und im Hinblick auf Wartungsarbeiten interessant sein.
Marken wie Eldom und Thermex bieten bestimmte Warmwasserspeicher mit Dry-Heating-Technologie an.
Warmwasserspeicher und Photovoltaik
Ein elektrischer Warmwasserspeicher kann auch interessant sein, wenn eine Photovoltaikanlage vorhanden ist.
Erzeugt die Anlage tagsüber Strom, kann dieser Strom – abhängig von Installation und Steuerung – zur Erwärmung des Wassers genutzt werden.
Das warme Wasser speichert einen Teil dieser Energie anschließend in Form von Wärme.
Ein Warmwasserspeicher kann daher als eine Form der thermischen Energiespeicherung betrachtet werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder elektrische Speicher automatisch optimal auf Photovoltaik reagiert. Timer, Energiemanagement oder eine geeignete externe Steuerung können hierbei eine wichtige Rolle spielen.
Wie viel Leistung sollte ein Warmwasserspeicher haben?
Elektrische Warmwasserspeicher werden mit unterschiedlichen Heizleistungen angeboten.
Typische Leistungen sind beispielsweise:
1.500 Watt,
2.000 Watt,
3.000 Watt.
Eine höhere Leistung kann das Wasser schneller erwärmen, stellt aber auch höhere Anforderungen an den elektrischen Anschluss.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur:
Literzahl
sondern auch:
Leistung + Aufheizzeit + Stromanschluss.
Bei großen Speichern kann dieser Unterschied besonders relevant sein.
Welche Marken gibt es bei Warmwasserbereiter.shop?
Bei Warmwasserbereiter.shop finden Sie elektrische Warmwasserspeicher verschiedener Hersteller und Marken.
Dazu gehören unter anderem:
TTulpe
TTulpe bietet unterschiedliche Warmwasserlösungen von kleinen Speichern bis zu flachen SMART- und WLAN-Modellen.
Eldom
Eldom bietet ein sehr breites Sortiment an klassischen, elektronischen, horizontalen und Dry-Heating-Warmwasserspeichern in verschiedenen Größen.
Thermex
Thermex bietet unter anderem vertikale, horizontale und flache Warmwasserspeicher sowie Modelle mit SMART-, WLAN- oder SafeDry-Technologie.
Die richtige Marke ist dabei weniger wichtig als die Frage, welches konkrete Modell technisch zu Ihrer Anwendung passt.
Welcher Warmwasserspeicher passt zu mir?
Eine schnelle Orientierung:
Situation | Interessante Ausführung |
Warmwasser am Waschbecken | 7–10 Liter |
Küche / Teeküche | 10–15 Liter |
Mehr lokaler Warmwasserbedarf | 15–30 Liter |
Kompakte Badezimmeranwendung | ca. 30–50 Liter |
Regelmäßiges Duschen | ca. 50–80+ Liter |
Höherer Haushaltsbedarf | ca. 80–120+ Liter |
Wenig Wandhöhe | horizontal |
Wenig Raumtiefe | flacher Speicher |
Flexible Montage erforderlich | horizontal & vertikal |
Einfache Bedienung | mechanisch |
Intelligente Regelung | SMART |
Fernbedienung gewünscht | WLAN |
Diese Tabelle ist eine Orientierung und keine feste Dimensionierungsregel.
Worauf sollte ich vor dem Kauf achten?
Bevor Sie sich für einen Warmwasserspeicher entscheiden, kontrollieren Sie mindestens:
benötigten Warmwasserbedarf,
Speichervolumen,
Abmessungen,
Montageposition,
Heizleistung,
Aufheizzeit,
Energieeffizienzklasse,
maximalen Wasserdruck,
Wasseranschlüsse,
mechanische oder elektronische Steuerung,
SMART- und WLAN-Funktionen,
Platz für Installation und Wartung.
Gerade bei einem Austausch sollte außerdem geprüft werden, ob Wandhalterungen und Anschlüsse des neuen Gerätes zur bestehenden Installation passen.
Heizkessel gesucht? Meist benötigen Sie einen Warmwasserspeicher
Wenn Sie ursprünglich nach einem Heizkessel für Warmwasser gesucht haben, benötigen Sie möglicherweise gar keinen Heizkessel im klassischen Sinn.
Soll das Gerät ausschließlich warmes Leitungswasser für Küche, Dusche oder Bad bereitstellen, ist häufig ein elektrischer Warmwasserspeicher die passende Produktgruppe.
Soll das Gerät dagegen auch das Heizungswasser für Heizkörper oder Fußbodenheizung erwärmen, sprechen wir über ein anderes Heizsystem.
Diese Unterscheidung hilft Ihnen, schneller nach dem richtigen Produkt zu suchen.
Fazit: Nicht nur nach Litern auswählen
Der passende Warmwasserspeicher wird nicht ausschließlich durch sein Speichervolumen bestimmt.
Ein guter Vergleich berücksichtigt:
Inhalt + Anwendung + Montage + Abmessungen + Leistung + Bedienung.
Für eine Küche kann ein kompakter 10-Liter-Speicher die sinnvollste Lösung sein. Für ein Badezimmer kann deutlich mehr Kapazität erforderlich sein. Bei wenig Platz kommen flache oder horizontale Modelle infrage, während SMART und WLAN zusätzlichen Bedienkomfort bieten können.
Sie suchen keinen klassischen Heizkessel, sondern eine elektrische Lösung für warmes Leitungswasser?
Dann vergleichen Sie die elektrischen Warmwasserspeicher bei Warmwasserbereiter.shop nach Größe, Montage und Ausstattung und wählen Sie das Modell, das zu Ihrer tatsächlichen Warmwassernutzung passt.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Boiler dasselbe wie ein Warmwasserspeicher?
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe häufig für dieselben Geräte verwendet. Technisch ist „elektrischer Warmwasserspeicher“ die eindeutigere Bezeichnung für ein Gerät, das Wasser elektrisch erwärmt und bevorratet.
Ist ein Heizkessel dasselbe wie ein Warmwasserspeicher?
Nein. Ein Heizkessel ist normalerweise Teil einer Heizungsanlage. Ein Warmwasserspeicher dient primär der Bevorratung von warmem Wasser.
Welche Größe benötige ich zum Duschen?
Das hängt von Duschdauer, Duschdurchfluss, eingestellter Speichertemperatur und Anzahl der Nutzer ab. Deshalb kann keine bestimmte Literzahl pauschal für jede Personenzahl garantiert werden.
Kann ich einen vertikalen Warmwasserspeicher horizontal montieren?
Nur wenn der Hersteller das konkrete Modell ausdrücklich auch für horizontale Montage freigegeben hat.
Was ist besser: SMART oder WLAN?
Das sind unterschiedliche Funktionen. SMART betrifft die intelligente Regelung des Heizverhaltens, WLAN die Verbindung und Bedienung über ein Netzwerk bzw. eine App.
Kann ich einen elektrischen Warmwasserspeicher mit Photovoltaik nutzen?
Ja. Ein elektrischer Warmwasserspeicher kann Strom aus einer PV-Anlage nutzen. Wie effektiv eigener Solarstrom genutzt wird, hängt von Steuerung, Nutzungszeiten und der gesamten Installation ab.














